30 Stücke Silber – der Judaslohn

Die heutige Währung der »westlichen Wertegemeinschaft« ist eine Fiktion und nichts wert. Die Zentralbanken haben die Munition verschossen für die Rettung der zockenden »systemrelevanten« Bankster Banken, der Aktienmärkte, des Euros und des »heiligen« US-Dollars. Sie wird künstlich beatmet durch die heißgelaufenen »Geld«Druckmaschinen der Machtwirtschaft. Der Irrglaube immerwährendes Wachstum schwemmt diese »Blüten« ins System. Die Umverteilung hat Maße angenommen, die eines sozialen und demokratischen Rechtsstaates unwürdig wären. Gemäß den Gesetzen der Natur sind dem Wachstum Grenzen gesetzt.

Den Menschen wird der Strick um den Hals gelegt und als »alternativloses« Schmuckstück der westlichen »Wertegesellschaft« verkauft, um sie im Hamsterrad zu halten. Das Zuschnüren des sich bereits um den Hals des Wohnungsinhabers, des Verbrauchers etc. befindlichen Stricks ist »systemrelevant«. Die Menschen mögen dabei zugrunde gehen, das System aber muß am Leben bleiben. Dass dieses immerwährende Wachstum auch mathematisch nicht möglich ist, aufgrund der stetig wachsenden Zahlen der notleidenden Menschen, ignoriert »das System« so lange es noch irgend geht.

Ein 8 Milliarden Euro starker Pfeiler der faschistoiden Machtwirtschaft, ist der sogenannte »Rundfunkbeitrag«. Er dient primär der Finanzierung der Propagandainstrumente, der Öffentlichkeit als »öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten« dargestellt. Ein profundes Mittel für die jeweiligen amtierenden Vollstrecker der Machtwirtschaft, allgemein als Politiker und Regierung bezeichnet.

Zitat ((Quelle: Die Medienanalyse von Edward S. Herman und Noam Chomsky und ihre Anwendbarkeit auf die deutsche Medienlandschaft , Seite 4 (im PDF Seite 5) oben (http://www.theopenunderground.de/@pdf/udog/chomskymedienanalyse.pdf)):

»In einer Welt des konzentrierten Reichtums und der großen Konflikten von Klasseninteressen benötigen die Medien systematische Propaganda um diese Rolle auszufüllen.«1

»Walter Lippman, einer der bedeutendsten liberalen Theoretiker Amerikas, sah in dem neu entdeckten Werkzeug der Propaganda eine ›Revolution‹ in der ›praktischen Umsetzung der Demokratie‹, als die ›Erstellung von gesellschaftlichem Konsens eine eigenständige Kunst und reguläres Organ des Regierens wurde.‹ Er sah darin die normale Entwicklung, wenn sich ›die Gemeinschaftsinteressen von der Öffentlichen Meinung unterscheiden und nur von einer spezialisierten Klasse geleitet werden können, deren persönliche Interessen über die Beschränktheit der Öffentlichkeit hinausreichen‹«.2

Noam Chomsky, * 7. Dezember 1928 in Philadelphia, Pennsylvania, USA, ist emeritierter Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (MIT), einer der weltweit bekanntesten linken Intellektuellen und seit den 1960er Jahren einer der prominentesten Kritiker verschiedener Aspekte der US-amerikanischen Politik.

Zitate von Noam Chomsky:

»Außenpolitisch dienen Massenmedien der Politik als Propagandainstrumente, um deren Feinderklärungen regelmäßig abzusegnen. Innenpolitisch sind sie das Mittel zur «Herstellung von Konsens.«

»Nachrichten, die die Bevölkerung verunsichern könnten, werden unterdrückt oder zumindest so abgemildert, dass an der prinzipiell wohlwollenden Einstellung der politischen Führung kein Zweifel aufkommt.«

»Verbrechen des ›Feindes‹ werden akribisch beleuchtet, während eigene Untaten in das milde Licht der Nachsicht getaucht werden.«

»Kritik ist nicht verboten, aber ihre Grenzen sind eng gezogen, denn die Medien verstehen sich nicht als Gegner, sondern, gerade in außenpolitischer Hinsicht, als Partner der Regierung.«

Lassen wir noch eine andere Stimme hierzu zu Worte kommen: »Es ist leider so, dass unsere Medien jede Art gesunder und unabhängiger Kritik verloren haben und nur berichten, was die Politik vorschreibt.«

Cees Jan Hamelink * 14. September 1940 in Rotterdam, ist ein emeritierter Professor für Internationale Kommunikation an der Universität von Amsterdam sowie Professor für Medien, Religion und Kultur an der Freien Universität Amsterdam.

Die Personen, die auserkoren wurden die erklärten Propagandaziele umsetzen, werden entsprechend belohnt, solange sie Erfolge aufweisen können. Dass dabei nicht gegeizt wird, zumindest nicht bei den Hauptakteuren, hat sich über die Menschenzeitalter hinweg bewährt nach der Maxime »divide et impera« (teile und herrsche).

Zu den vordergründigen Akteuren der sogenannten »öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten« zählen u.a. die Intendanten.

Betrachten wir, basierend auf den Angaben einiger Publikationen, was die Intendanten für ihre »Verdienste im Auftrage des Systems« vom Zwangsgeld »Rundfunkbeitrag« offiziell vereinnahmen dürfen:

»Intendanten-Gehälter: Was die Chefs von ARD und ZDF einstreichen«, Handelsblatt 05.08.20133

»Gehälter und Nebeneinkünfte: So viel verdienen die Chefs von ARD und ZDF«, Wirtschaftswoche 28.07.144

»Intendanten von ARD und ZDF haben hohe Nebenverdienste«, Spiegel Online vom 04.08.20135

Sender / Intendant / Jahr / Gehalt Nebeneinkünfte/Jahr / Pensionsverpflicht. Sender
Westdeutscher Rundfunk (WDR): Tom Buhrow / 367.232,00 € / 6.000,00 € / 2.871.000,00 €
Westdeutscher Rundfunk (WDR): Monika Piel (Vorgängerin) / (2011) / 341.500,00 € / 58.922,00 €
Saarländischer Rundfunk (SR): Thomas Kleist / 216.762,00 € / 16.620,00 €
Hessischer Rundfunk (HR): Helmut Reitze / 215.000,00 €-220.00,000 €
Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB): Dagmar Reim / (2012) / 228.000,00 € / 12.000,00 €
Südwestrundfunk (SWR): Peter Boudgoust / (2013) / 309.720,00 € / 14.000,00 €
Mitteldeutscher Rundfunk (MDR): Karola Wille / (2012 ) / 247.801,00 € / 21.888,00 €
Mitteldeutscher Rundfunk (MDR): (Vorgänger) / 273.891,00 €
Norddeutscher Rundfunk (NDR): Lutz Marmor / (2013) / 305.417,00 € / 27.000,00 €
Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF): Markus Schächter / (bis 03/2012) / 290.000,00 €
Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF): Thomas Bellut / (2012) / 276.173,00 € / 33.291,00 €
Radio Bremen (RB): Jan Metzger / (2013) / 246.000,00 € / 12.000,00 €
Bayrischer Rundfunk (BR): Ulrich Wilhelm / (2012) / 309.720,00 €

Ein weiterer Pfeiler der Machtwirtschaft ist die Atlantikbrücke e.V.

»Die Atlantik-Brücke e.V. wurde 1952 als private, überparteiliche und gemeinnützige Organisation mit dem Ziel gegründet, eine wirtschafts-, finanz-, bildungs- und militärpolitische Brücke zwischen der Siegermacht USA und der Bundesrepublik Deutschland zu schlagen. Zu ihren Mitgliedern zählen heute über 500 führende Persönlichkeiten aus Bank- und Finanzwesen, Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft. Die Atlantik-Brücke fungiert als Netzwerk und privates Politikberatungsinstitut. Sitz des Vereins ist das Magnus-Haus in Berlin.

Der transatlantische Verein wurde 1952 in Hamburg von den Bankiers Eric M. Warburg und Gotthard Freiherr von Falkenhausen, dem Unternehmer und Politiker Erik Blumenfeld, den beiden Publizisten und Herausgebern der Wochenzeitung Die Zeit, Marion Gräfin Dönhoff und Ernst Friedlaender, dem Unternehmer Hans Karl von Borries sowie dem Präsidenten des Deutschen Industrie-und Handelstages, Albert Schäfer zunächst als Transatlantikbrücke gegründet. Als Initiator wirkte der ehemalige Präsident der Weltbank, Direktor der privaten US-Denkfabrik für die Gestaltung der US-Außenpolitik Council on Foreign Relations (CFR) sowie Vorstandsvorsitzender von Rockefellers Chase Manhattan Bank, John J. McCloy, entscheidend mit.

Das am 4. Juli 1956 offiziell in Atlantik-Brücke umbenannte Elite-Netzwerk gilt als ›eine der einflussreichsten und exklusivsten Organisationen der Berliner Republik.‹« Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Brücke

Dies ist die Darstellung für die Öffentlichkeit. Tatsächlich ist die Atlantikbrücke ein weiteres Propagandawerkzeug zur Durchsetzung der Propagandaziele in Sinne »unserer amerikanischen Freunde«, womit nicht die amerikanischen Menschen gemeint sind, sondern die amerikanische Machtwirtschaft. Die Atlantikbrücke ist eine Lobbyorganisation von Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien, infolgedessen u.a. eine »Schule« für Journalisten und Meinungsmacher.

Sehen wir uns an, wer von den Angehörigen der sogenannten »Öffentlich-Rechtlichen« zu den Vasallen der Atlantikbrücke gehört. Es handelt sich nachfolgend um eine Auflistung, die anhand der Jahresberichte 2006/2007 bis 2011/2012 gefertigt wurde. Sie ist demnach nicht auf dem neuesten Stand. Tom Buhrow, der Intendant des WDR, z.B. ist dort noch nicht aufgeführt. Im Jahresbericht 2013/2014 wird er jedoch auf den Seiten 32/33 präsentiert: https://www.atlantik-bruecke.org/w/files/dokumente/jahresbericht-2013_2014_final.pdf

Es ergeben sich bei der Betrachtung aufschlußreiche Erkenntnisse und etliche Fragen.

Schönenborn, Jörg: ARD-Chefredakteur WDR-Fernsehen;

Deiß, Matthias: ARD-Hauptstadtstudio;

Roth, Thomas: ARD-Korrespondent New York;

Mikich, Sonja Seymour: ARD-Leiterin der Programmgruppe Inland des WDR-Monitor;

Wabnitz, Bernhard: ARD-Moderator Weltspiegel;

Hassel, Tina: ARD-Studio Washington seit 01.07.2012;

Zamperoni, Ingo: ARD-Tagesthemen, Nachtmagazin;

Ehni, Ellen: ARD-WDR Fernsehen – Leiterin der Programmgruppe Wirtschaft und Recht;

Jahn, Frank: ARD- Korrespondent London;

Löwe, Rüdiger: Bayrischer Rundfunk;

Wilhelm, Ulrich: Bayrischer Rundfunk-Intendant;

Pleitgen, Frederik: CNN, davor ZDF, RTL, NTV;

Meurer, Friedbert: Deutschlandradio-Ressortleiter Redaktion Zeitfunk;

Stürmer, Michael: Die Welt-Chefkorrespondent, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur – Autor;

Marohn, Anna: NDR-Persönliche Referentin von Intendant Lutz Marmor;

Diehl, Julia: NDR-Redakteurin;

Ridderbusch, Katja: schreibt aus Atlanta für Welt Handelsblatt Spiegel online, Deutschlandfunk, WDR, The European

Stuff, Eckhard: SFB Ausbildungsleiter, RBB Kulturradio;

Marschall von, Christoph: Tagesspiegel-Korrespondent Washington-Kommentator Deutschlandfunk, Deutschlandradio, Cicero, Atlantic Times;

Kiessler, Dr. Richard: WAZ-Sonderkorrespondent Aussenpolitik bis 2011, Freier Journalist, Kommentator Deutschlandfunk, Deutsche Welle;

Plättner, Anke: WDR;

Siegloch, Klaus-Peter: ZDF-Korrespondent Washington, seit 2011 Lobbyist als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL);

Biedenkopf-Kürten, Susanne Gabriele: ZDF-Europaredaktion;

Koll, Theo: ZDF-Hauptredaktion Außen-, Innen-, Gesellschafts- und Bildungspolitik;

Burgard, Jan Philipp: ZDF-Hauptstadtstudio, Morgenmagazin;

Bellut, Thomas: ZDF-Intendant;

Kampen van, Udo: ZDF-Leiter Studio Brüssel;

Kleber, Claus-Detlev: ZDF-Moderator Heute Journal;

Schmiese, Wulf: ZDF-Moderator Morgenmagazin;

Jobatei, Cherno: ZDF-Morgenmagazin;

Theveßen, Elmar: ZDF-Stellvertretender Chefredakteur-Leiter Hauptredaktion Aktuelles;

Sölch, Rudi: ZDF-Verwaltungsdirektor.

Quelle: http://homment.com/atlantikbruecke.

Nun stellt sich zuvorderst die Frage, wie »staatsfern« diese Journalisten noch sein können. Die Nähe zur Macht, die Eitelkeit dazugehören zu wollen, die Direktiven des Senders und die eigene Karriere vor Augen. Zahlt sich dieses Verhalten aus? Warum kam es zum Begriff »Lügenmedien«?

Hat dieses Verhalten, der von Eitelkeit betriebenen Verletzungen der Ethik ihres Berufes, noch andere als die begehrten pekuniären Auswirkungen und die Machtgelüste der Akteure? Wie leicht wird es ihnen von den Menschen gemacht, die sich zu unmündigen Untertanen haben manipulieren lassen? Zu willenlosen Konsumenten der Machtwirtschaft und Zahlschafen programmiert, denen der Mut und der Wille abtrainiert wurde, sich des eigenen Verstandes zu bedienen. Es ist jedoch auch der Bequemlichkeit und der Faulheit zuzuschreiben, die den unmündigen Menschen zum willenlosen Objekt, zum Sklaven ohne sichtbare Ketten, deklariert haben.

Der Wahnsinn wird immer sichtbarer und ist von langer Hand vorbereitet. Was leider einige Menschen noch nicht erkennen oder erkennen wollen, ist, dass sie sich von ihrem Weltbild verabschieden müssen. Wenige Konzerne bestimmen global und absolut totalitär das sogenannte Weltgeschehen, was uns als Politikschauspiel dargestellt wird. Die entsprechenden Politikdarsteller (auswechselbar, wenn diese nicht wie gewollt funktionieren) haben lediglich Direktiven umzusetzen, welche auf scheindemokratischem Wege hergestellt werden und ausschließlich den Konzernen selbst dienen. Wer nicht in der Spur bleibt, ertrinkt in der Badewanne, dessen Fallschirm öffnet sich nicht, der stirbt plötzlich und unerwartet, es werden (intern längst bekannte und akzeptierte) Perversionen an die Öffentlichkeit gebracht etc.

Wir sind Menschen, auch wenn sich viele zu willfährigen Konsumenten der Machtwirtschaft haben programmieren/manipulieren lassen.

Wenn immer die Akteure der Fernseh- und Rundfunksender etwas als Wahrheit ausgeben, Vorgaben des Denkens machen, Perversionen als liberal postulieren, gilt es zu bedenken, dass die Fiktion einer vermeintlichen Wahrheit keine Realität ist. Dies zu hinterfragen und zu prüfen ist jedem selbst überlassen. Gehorsam und Ergebenheit, durchgesetzt mit Einschüchterung vor einsetzender Gewalt, ist keine Attitüde eines sozialen, demokratischen Rechtsstaates. Dieses Instrumentarium dient der Unterdrückung, der Plünderung seiner Ressourcen und der Beraubung der naturgegebenen Rechte jedes Menschen. Die Illusion, der auf diesen Handlungen basierenden Autorität, ist widergesetzlich gegen die Menschen gerichtet und dient ausschließlich der eigenen Bereicherung dieser Darsteller und der nicht sichtbaren Hintergrundakteure.

Mut zu Veränderungen,
Mut, uns Wissen anzueignen, uns die Gesetze untertan zu machen, unsere Rechte zu nutzen,
Mut, die Freiheiten, die uns zustehen, zu kennen,
Mut, uns diese Freiheiten zu nehmen, da sie uns zustehen,
Mut, statt nur Wut.

Einzelnachweise

  1. Vgl. Lippman, Walter, Public Opinion, London, 1921
  2. Chomsky, Noam, Necessary Illusions. Thought Control in Democratic Societies, Boston/MA 1989, S.16 f.
  3. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/intendanten-gehaelter-was-die-chefs-von-ard-und-zdf-einstreichen/8594176.html
  4. http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/gehaelter-und-nebeneinkuenfte-so-viel-verdienen-die-chefs-von-ard-und-zdf/7437564.html#image
  5. http://www.spiegel.de/kultur/tv/intendanten-von-ard-und-zdf-haben-hohe-nebenverdienste-a-914701.html

4 Gedanken zu „30 Stücke Silber – der Judaslohn

  1. Vielen Dank für den Hinweis auf den in Aussicht gestellten Artikel. Bitte lassen Sie uns wissen, sobald er publiziert ist.

    Ich publiziere selbst in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und ich muss gestehen, ich habe mich immer geärgert, wenn die Rhetorik der „Aufklärung“ genauso platt wird wie die der Gegner. Die Antwort auf Propaganda kann nicht „Gegen-Propaganda“ sein, sondern nur eine sachliche und allgemein verständliche Erklärung dazu, wie sie funktioniert und wodurch sie motiviert ist. Die Methode der Darstellung ist also nicht bloß ein „Mäntelchen“, sondern nach meiner Erfahrung harte Arbeit, die sich am Ende lohnt. Viele Journalisten haben dafür kein stimulierendes Umfeld mehr, deshalb hat ihre Arbeit nichts mehr mit Journalismus zu tun.

    Allein eine sachliche Aufarbeitung, was in den letzten Jahrzehnten passiert ist, würde nicht nur offenlegen, wie unsere Gebühren dazu missbraucht werden, um den freien Markt (Chomsky spricht das Thema über sogenannte „Freihandelsabkommen“ an, deren Betitelung allein schon eine propagandistische Umwertung offenlegt — auf einem primitiven Niveau, das an die Stalin-Ära erinnert) den Interessen von Oligarchen zu opfern (genau darum geht es nämlich in der von mir zitierten Studie, die eine erstaunliche Nähe zwischen Deutschland und Italien bewiesen hat), sondern auch wie es gelungen ist, die Verteilung der Mittel im naturwissenschaftlichen Bereich zu beeinflussen. Das war nämlich notwendig, um die Entwicklung neuer Technologien zu verlangsamen, die wir heute dringend bräuchten, um eine Zerstörung unseres Planeten abzuwenden. Dafür braucht es aber viel Geduld, um solche Zusammenhänge auch überzeugend darstellen zu können, und die Emotionen über diesen erschreckenden Befund, wie verständlich sie sind, gilt es im Zaum zu halten. Wie Hannah Arendt damals in ihrer Analyse des Faschismus gezeigt hat, am Ende einer monströsen Wirkungskette von charakterlosen Bürokraten steht etwas sehr einfaches: die Banalität des Bösen. Nur dass die Faschisten von damals im Vergleich zu heute wie Sonntagsschüler wirken (nicht einmal die Nazis waren so schwachsinnig, versklavte Arbeiter in ein baufälliges Gebäude zu treiben, um billig für uns Kleider zu produzieren). Trotz dieser Gewalttätigkeit sind sie genauso dumm und banal wie damals.

    Ich hoffe, damit sind wir vorbereitet auf die Antwort der für mich zuständigen Intendantin. Man hat mir ihre Adresse gegeben, und ich werde ihr die gleiche Frage vorlegen, und sollte ich jemals eine Antwort von ihr erhalten, werdet ihr sie hier lesen können.

    „Es ist an der Zeit, daß der Deutsche mehr Interesse an den Tag legt und das antrainierte Fürsichdenkenlassen und Sichverwaltenlassen ablegt und Eigenverantwortung übernimmt.“

    Immanuel Kant, der ja im heutigen Russland gelehrt hat, nannte das „selbstverschuldete Unmündigkeit“. Es gibt keine Entschuldigung dafür.

  2. Vielen Dank für diesen wirklich lesenswerten Beitrag. Er würde noch viel stärker wirken, wenn Sie Ihre Sprache auf einen nüchternen Ton herunterkühlen (eigentlich ist es nicht der Ton, sondern Begriffe wie z.B. Machtwirtschaft), wie Noam Chomsky das macht (der kocht ja innerlich auf keiner niederigeren Temperatur als Sie), der ja eher von einem propagandistischen Interesse spricht, eine Bankenkrise als Wirtschaftskrise zu deklarieren (hier in einem Interview mit Berliner Philosophen):

    https://www.youtube.com/watch?v=MEtrL2sQE8w

    Sofern es hier um einfache Korruption wie um Silvio Berlusconi in Italien geht, verstehe ich ja noch. Aber hier habe ich nur eine Informationsquelle gefunden, die behauptete, die Nebeneinkünfte werden aus der Zwangsabgabe finanziert. Der Artikel ist nicht gerade neu, sondern datiert auf August 2013.

    http://www.focus.de/kultur/kino_tv/tid-32750/kritik-an-hohen-nebeneinkuenften-politiker-wollen-bossen-von-ard-und-zdf-ans-gehalt_aid_1062953.html

    Dass diese Daten bereits von den Einnahmen der neuen Gebührenregelung handeln, die im Januar erst in Kraft getreten war, bezweifle ich (rein verwaltungstechnisch). Ich muss aber sagen, dass ich die zitierten Zeitungsartikel, die sich mit dem Bild des Intendanten und der Höhe der „Nebeneinkünfte“ begnügen, für durchaus systemkonform halte. Dann weiss jetzt das nuttige Ich, an wessen Brust es sich zu werfen hat.

    Etwas informativer halte ich dieses Gutachten, das von den „Machern“ öffentlich mitdiskutiert wurde:

    http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2014-12-15-gutachten-medien.pdf?__blob=publicationFile&v=4

    Ich habe die öffentliche Sprecherin der für mich zuständigen Rundfunkanstalt gebeten, dazu Stellung zu nehmen. Bis jetzt (nach mehr als einem halben Jahr) kam keine Antwort…

    • Die Nebeneinkünfte der Intendanten erklären sich durch die Verflechtungen bzw. Verfilzungen der verborgenen Töchter- und Enkelgesellschaften der sogenannten »öffentlich-rechtlichen« Sender. Die Medienkonzerne werden durch die Zwangszahlungen alimentiert (auch bereits vor dem 01.01.2013).

      Ein entsprechender Artikel am Beispiel eines Senders ist erstellt, jedoch aufgrund der Überarbeitung zur optimalen Darstellung der Datenfülle, noch nicht publiziert. Nach dem Erscheinen werden sich diese (offiziellen) Verflechtungen an diesem Beispiel erschließen.

      Nicole Joens hat hierzu ihr zweites Medienbuch »Korrupte Medienmacht – Wege aus dem Sumpf« im Jahre 2015 veröffentlich.
      Zitat: »Ich habe über ein Jahr lang geforscht und nicht alles herausgefunden, jedoch viel, vor allem auch einiges über den gewaltigen finanziellen Missbrauch mit unseren Rundfunkgebühren-Milliarden. Und ich entdeckte Korruption – in vielen Schattierungen.«

      Sie werden auch weiterhin keine sachliche und vor allen Dingen keine der Realität entsprechende Stellungnahme von »Ihrem« Sender erhalten. Stillschweigen, bei den die Sender selbst betreffenden Themen, ist obligatorisch.

      Die Realität ist nicht immer vordergründig. Aus diesem Grunde werde ich auch künftig andere Formulierungen verwenden, um zu versuchen, die Realität, die nicht stets mit den üblichen Begriffen darzustellen ist, zu verdeutlichen. Aufgrund der früh einsetzenden Programmierung/Manipulation der Menschen, werden die der Realität entsprechenden Vokabeln gemieden und durch weniger entlarvende und neutraler klingende Begriffe ersetzt; mit Vorliebe auch durch Anglizismen. Wenn zudem mit dem Mäntelchen des Wissenschaftlichen operiert wird, entfällt die Infragestellung/Hinterfragung gewöhnlich in den meisten Fällen. Es ist an der Zeit, daß der Deutsche mehr Interesse an den Tag legt und das antrainierte Fürsichdenkenlassen und Sichverwaltenlassen ablegt und Eigenverantwortung übernimmt.

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